Alajuela - Ciudad Quesada 19.07 - 27.07.2015

Die Ankunft oder besser gesagt der Abflug in Kuba waren alles andere als lustig. Mit 14 stunden Verspätung haben wir uns auf den Weg nach Costa Rica gemacht. Erst mal ausschafen und dann schaue ich wie es weiter gehen wird. Zuerst muss ich das Problem mit meinem Flugticket lösen. Was natürlich nicht sofort klappt, aber glücklicherweise 3 Tag später ohne Probleme. Ich will euch nicht mit dieser Geschichte langweilen, freut euch einfach mit mir.

Es wird Zeit und ich mache mich auf die erste Erkundungstour zu einem Nahen Vulkan namens Poas. Im Dorf ist es neblig und je höher ich mit dem Bus fahre, je schlechter wird das Wetter. Das Wetter und ich haben jetzt 4 stunden Zeit, uns von unserer besten Seite zu zeigen und wir geben alles. Vom Krater ist nichts zu sehen und so mache ich mich auf den Weg der grossen Rundwanderung bis zur Laguna. Wer sagts den, ein bisschen Wind und der Nebel wird gelüftet und da ist sie, die Laguna. Schnell ein paar Photos machen und weiter gehts. Jetzt bin ich guter Hoffnung das sich auch der Krater noch zum Phototermin ein finden wird. Schon von weitem höre ich die Jubelrufe der wartenden Touristen. Der Krater ist frei und alle stehen mit gezückter Kamera bereit und jetzt wird geknippst was das Zeug hält. Ich bin mit meiner Ausbeute zufrieden und Rund um Glücklich hier zu sein. Meine Weiterfahrt in die Berge verschiebt sich noch um 2 Tage, da ich mir wegen dem Klimawechsel wieder eine laufende Nase geholt habe. So lerne ich Lexi kennen und wir machen gemeinsam einem Ausflug nach San Jose. San Jose ist jetzt nicht die Stadt der Städte, doch dank Tripadvisor finden wir eine Galerie mit Einheimischer Kunst die einen Besuch wert sein soll. Auf die Plätze und los, einmal rechts, dann wieder links, zum Schluss schickt und eine Polizistin wieder zurück von wo wir gekommen sind, aber alles ohne Erfolg. Es gibt kein Gebäude das einer Galerie ähnlich sieht. Da hilft nur noch ein Funkspruch an die Polizeizentrale und 2 Strassen später stehen wir dann da und staunen nicht schlecht, als sich die Galerie als einen kleinen Laden entpuppt. Wir sind aber nicht die einzigen die davor stehen und jetzt gar nicht mehr überzeugt sind sich den Laden anzusehen. Gleich um die Ecke gibt es dann noch diesen wunderbaren Buchladen. Wie genau man da ein Buch finden soll bleibt uns ein Rätsel und so schlendern wir wieder zurück in die Fussgängerzone und geniessen ein leckeres Mittagessen und die gute Aussicht vom Balkon des Restaurants. Für mich wird es jetzt aber Zeit Oski start klar zu machen und mein Gepäck in den Packtaschen zu verstauen. Ich bin immer wieder erstaunt wieviel Gepäck ich habe und dabei habe ich nur das nötigste dabei........ Nach über einem Monat Radlerpause gehe ich es langsam an und das erste Etappenziel heisst Naranja. Es geht stettig berg auf und ich bin froh, dass ich mich wieder bewegen kann. Im Dorf angekommen mache ich mich vergebens auf die Suche nach einer Unterkunft, den da gibt es leider kein Hotel mehr. Doch ich habe Glück und kann Privat unter kriechen. Die Familie hat im Keller ein kleines Zimmer das ich benutzen darf. Auf die Frage hin ob ich auf der Terrasse kochen darf, haben sie mich mit grossen Augen angesehen und 5 minuten später sass ich dann an ihrem Tisch. Gut ausgeschlafen und frisch gestärkt geht es dann am nächsten Tag weiter. Die Strecke ist für meine Verhältnise sehr steil und so wechsle ich von der fahrenden in die schiebende Position, bis ich nach 11 km endlich beim Restaurant El Mirador ankomme. Die Anstrengung hat sich gelohnt, die Aussicht und das Mittagessen sind vorzüglich. Weiter geht es jetzt etwas flacher bis nach Zarcero. Da wollte ich eigentlich übernachten, doch das einzige Hotel im Dorf ist ausgebucht. Da bleibt mir nichts anderes übrig als bis nach Ciudas Quesada zu fahren. Es könnte schlimmer sein, noch ein kleiner Aufstieg und danach gibt es eine Abfahrt von fast 30 km. Während ich hier in der Auberge auf dem Balkon sitze und meinen Bericht schreibe, wandert ein orangefarbiger Leguan durch den Rasen und frisst sich durch das Pflanzenangebot des Gartens. Ich bin begeistert und freue mich schon auf die nächsten Tage in diesem Land.   

 

Ciudad Quesada - La Fortuna 28.07. - 30. 07.2015 

Der Tag beginnt mit einer Abfahrt und endet mit einer geraden flachen Etappe bis La Fortuna. Das Wetter ist gut und es fängt erst nach meiner Ankunft an heftig zu regnen. Der Zufall will es, dass ich Lexi wieder treffe und wir die nächsten 2 Tage gemeinsam verbringen. Am Nachmittag fragen wir uns dann durch 5 Reiseveranstalter  und entschliessen uns dann für einen Ausritt auf dem Pferderücken Rund um den Vulkan. Leider sehen wir vom Vulkan wenig bis gar nichts,  dafür ist die Strecke die wir zurück legen um so spektakulärer. Direkt nach dem Stall geht es steil den Berg hoch und nach meinem Gefühl ist mein Pferd nicht sehr tritt sicher........ so stolpern wir von einem Schlammloch zum anderen und schaffen es mit den anderen von der Gruppe bis zum Aussichtspunkt. Da lüftet sich der Nebel für 5 minuten und wir können unser Tagesziel sehen, ein kleiner See. Doch bevor wir unser Ziel erreichen muss unser Guide noch meine Bauchtasche retten. Geld, Pass, Id, Natel und was das Herz sonst noch so begehrt liegt 5 meter unter uns im Gebüsch. Unser Guide springt dann hinter her und bringt mir meine Habseligkeiten wieder zurück, vielen dank noch einmal. Bis zum See ist es nicht mehr weit, dafür sehr steil. Ich gebe zu, mir ist nicht ganz wohl bei der Sache, aber nützt ja nichts, da muss ich jetzt durch. Alle gut und wohlbehalten wieder beim Stall, machen Lexi und ich einen Besuch im nahen Thermalbad. Die verkrampfen Oberschenkel sind uns dankbar für diese kleine Aufmerksamkeit. Für heute steht eine Führung durch ein Natural Resort an, mit Schwerpunkt Frösche und Reptilien in Costa Rica. Leider ist die Tour nicht so wie ich es mir erhofft habe,  den der schönste Frosch von allen zeigt sich nur in der Nacht.  Auf Anfrage macht mir der Tourveranstalter ein Spezialangebot und so ziehe ich heute Abend noch einmal los und hoffe, dass sich dann der Rotaugen Frosch von seiner schönsten Seite zeigt. Wie sich heraus stellt, wird die Nachttour ein voller Erfolg. Wir sehen nicht nur Bluejeans Frösche sondern auch noch ein Faultier, einen seltenen Vogel, wo ich leider den Namen nicht weiss und meinen Rotaugen Frosch. Zum Schluss dürfen wir noch eine Schlange frei lassen, sie war gerade auf Shoppingtour, als die Polizei sie in einem Laden eingefangen hat. 

 

La Fortuna - Los Chiles 31.07. - 01.08.2015

  • Mein Plan für die nächsten Tage steht fest und es geht auf Richtung Nicaraguanische Grenze. Von la Fortuna aus geht es nach Muelle und dann immer gerade aus nach Santa Rosa. Die Strasse ist ein regelmässiges auf und ab, dass irgendwann zünftig in die Beine geht. Ich bin froh als ich endlich im Hotel unter der Dusche stehe um mir den Dieselruss von den Autos abzuwaschen. Im Garten koch ich mir noch etwas leckeres und dann geht es schon bald in die Heja. Das auf und ab von gestern wird heute auch nicht besser, doch alles in allem bin ich froh, dass die Sonne lacht und der Regen auf sich warten lässt, bis ich in Los Chiles ankomme. Ein kleiner Grenzort inmitten von Ananasfelder und Zuckerrohr Plantagen. Für mich war es der direkteste Weg zur Grenze.
  • Ich werde die nächsten Tage in Nicaragua verbringen, bevor ich dann wieder nach Costa Rica zurück kehre.