Kuba 23.06. - 19.07.2015

Meine Eindruecke fuer diese Land sind sehr gespalten, aber ich werde versuchen meine negativen Gefuehle auf der Seite zu lassen um euch zu erzaehlen was ich alles erlebt habe.

 

Havana 23.06. - 25.06.2015

Nachdem ich in Mexico kein Casa particulares reservieren konnte hatte ich keine Ahnung wo ich meine erste Nacht verbringen werde. Ich war froh als ich mein Gepaeck und Oski wohlbehalten in empfang nehmen konnte. Jetzt noch ein Taxi finden und dann ab ins Abenteuer. Da ich keine Bleibe habe, werde ich im Flughafen in ein Casa verwiesen das im Stadtteil Velado von Havana liegt. Etwas ausserhalb der Stadt verbringe ich meine erste Nacht und bin sehr froh darueber, das mein Zimmer ueber eine Klimaanlage verfuegt. In Havana ist es nicht waermer als in Mexico, aber die Luftfeuchtigkeit ist extreme hoch. Am naechsten Morgen werde ich als erstes in die Geschichte von Havana eingeweiht und dann geht es zu Fuss ins Stadtzentrum. Ich habe keine Ahnung wo ich bin, den in den viele Gassen verliert man schnell den Ueberblick. Ich spaziere am Kapitol vorbei, komme in Chinatown vorbei und lande schluss endlich beim "Alten Platz". Der Sightseeingbus der durch die Aussenquartiere von Havana faehrt ist eine willkommene Abwechslung fuer meine mueden Fuesse und Beine. Der Heimweg fuehrt mich quer durch Havana und ich lande zu meinem erstaunen wieder vor der Haustuere meiner Casa. Am naechsten Tag mache ich meine erste Erfahrung mit einem Gemeinschaftstaxi das mich bis zum Capitol bringt. Dort treffe ich auf Annie und ihre Freundin. Annie habe ich in Cancun kennengelernt und ich freue mich darauf den Tag mit den beiden zu verbringen. Wir entschliessen uns eine Droschkenfahrt zu machen und das ist etwas was man nicht machen sollte in Havana. Nach einem ueberteuerten Mittagessen schlendern wir weiter durch die Stadt auf der Suche nach einem Platz wo wir uns ins Internet einlogen koennen. Annie ist erfolgreich und ich kann meiner Familie eine Message senden, dass ich gut angekommen bin.

 

Vinales 26.06. - 30.06.2015

Mir wird schnell klar das ich per Bus bis nach Vinales fahre. Die Hitze und die nicht gesicherte Moeglichkeit ein Bett zu finden fuer die Nacht machen mir die Entscheidung einfach.Oski wird im Bauch des Busses verstaut und wir fahren 4Std. in Richtung Vinales. Die Autobahn ist 2 spurig und auf der ganzen Fahrt kommen uns ca. 10 Autos entgegen. Dafuer hat es Velofahrer und Pferdetransporte in allen Farben und Varianten. Vinales ist ein kleines Dorf eingebettet in einem wunderschoenen Tal. Meine Familie wartet auf mich mit einem Schild Suzamme Suiza  und so entkomme ich der wartenden horde Taxifahrer und Casa besitzern die versuchen einen Tourist zu fischen. Am ersten Tag wird dann gleich ein Ausflug auf dem Pferderuecken organisiert. Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aus Italienern, Neuseelaender und mir. Schon nach den ersten Metern ist klar, dass Guiseppe mit seinem Pferd Aurelio die Gruppe anfuehren wird. Nicht unbedingt weil er das will, aber Aurelio hat seinen Kopf und da kommt kein anderes Pferd daran vorbei. Ein Ausflug zu einer Tropfsteinhoehle und eine kleine Ausfahrt mit Oski zu einem Aussichtspunkt und mein Aufenthalt neigt sich dem Ende zu.

 

Havana 30.06.2015

Kleider waschen, Oski in der Garage abstellen und schon geht es weiter fuer 17 Tage quer ueber die Insel bis nach Santiage de Cuba.

 

Cienfuego bis Trinidat 01.07. - 05.07.2015

Cienfuego ist die Stadt der 100 Feuer. Das einzige feurige Spektakel das ich gesehen habe, kam von einem heftigen Gewitter das ueber die Stadt gezogen ist. Anstatt mit dem Bus, bin ich in einem alten amerikanischen Auto bis nach Trinidat gefahren. Es schepperte und die Stossdaempfer waren auch nicht mehr die neusten, doch wir sind 1 Std. spaeter wohlbehalten in der Stadt angekommen. Der erste Eindruck der Stadt war ernuechternd und ich habe mich gefragt, wieso dies eine der schoensten Staedte Kubas sein soll. Doch die Stadt hat etwas magisches, speziell wenn man abends auf der Placa sitzt und dem Konzert einer Kubanischen Band zuhoert. Auch die Umgebung hat einiges zu bieten. So mache ich einen Ausflug mit dem Zug ins Valle de los Ingenios. Da treffe ich auf ein Ehepaar aus Frankreich und wir haben uns einiges zu erzaehlen. Wie es scheint bin ich die einzige im Zug die Spanisch versteht und obwohl ich immer noch keinen ganzen Satz sagen kann, bin ich die Dolmetscherin fuer deutsch, franz und englisch.

Der Ausflug in den Parque Guanayara ist ein echtes Abenteuer. Mit einem Russischen gelaendegaenigen Lastwagen geht es ab ins Hinterland von Trinidat. Das Gefaehle der Strasse ist eindruecklich und man fuehlt sich wie auf einer verlangsamten Fahrt in einer Achterbahn. Nach einem Besuch im Kaffeemuseum geht es weiter mit einer 2 stuendigen Wanderung durch den Dschungel. Wir haben  Glueck und sehen den Nationalvogel von Cuba. Seine Farben sind wie die in der Landesfahne weiss, rot und blau. Ein erfrischendes Bad in einem kleinen See und ein Mittagessen runden diesen Ausflug ab. Danach geht es auf der Achterbahn wieder Richtung Trinidat.

 

Camaguey 06.07. - 07.07.2015

dies ist die Stadt der Wasserkruege. Man sagt wer aus einem Krug trinkt verliebt sich in die Stadt oder kommt immer wieder. Die Kruege sind Geschichte und dienen nur noch als Touristenattraktion. Im Bus habe ich Regina und Ihre Tochter Leonie kennengelernt und wir verabreden uns fuer ein Abendessen in der Stadt. Da wir keine Ahnung haben wo wir essen sollen, lassen wir uns von einem Kubaner in ein Italinisches Restaurant fuehren. Das war die beste Pizza die ich in Kuba gegessen haben. Mit vollen Baeuchen rollen wir aus dem Restaurant und machen uns auf den Heimweg. Unsere Wege trennen sich und wir verabreden uns wieder fuer den naechsten Tag. Ich schaue mir die Stadt an und die verschiedenen Transportmittel die durch die Stadt fahren. Wie ueberall gibt es auch hier Pferdewagen, Bicitaxis und Busse. Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Leute in einen Bus passen. Wenn es aussieht als wenn der Bus voll ist, passen da sicher noch weitere 20 Peronen rein. Man weiss ja nie wann und ob wieder ein Bus kommt und so stehen sich die Leute im kollektivum auf den Fuessen und dann geht die fahrt weiter. Auch der zweite Abend und das zweite Italienische Restaurant entpuppen sich als exklusiv. Wieder verabschieden wir uns von einander und jeder geht seiner Wege. Wir merken erst 20 meter vor dem Casa particulares das wir Nachbarn sind und wir uns die letzten 2 Tage immer um minuten verpasst haben.

 

Santigo de Cuba 08.07. - 09.07.2015

Meine Fahrt geht auch weiter, in einem bequemen Viazul Bus bis nach Santiago de Cuba. Hier moechte ich den hoechsten Berg Kubas besteigen. Im Infotourbuero habe ich Glueck und fuer den naechsten Tag ist eine 2 taegige Tour geplant. Ich organisiere alles mit meiner Casa familie und freue mich bereits auf diesen Ausflug. Dann ein Telefonanruf und alles wurde storniert. So stehe ich in Santiago und weiss gar nicht was ich als naechstes machen soll. In der Stadt gibt es an diesem Abend einen Carnevalsumzug und wenigstens dieses Schauspiel will ich mir nicht entgehen lassen.

 

Holguin 10.07. - 13.07.2015

gemaess Reisefuehrer gibt es in Holguin sehr schoene Straende und so faellt mir die Entscheidung hier ein paar Tage zu verbringen nicht schwer. Nach einer 4 stuendigen Busfahrt komme ich an und werde von meiner Casamutter Mary Lou abgeholt. Per Taxi geht es zu ihr nach Hause und zu meiner Ueberraschung habe ich eine ganze Etagge fuer mich alleine. Ich habe eine wunderschoene Aussicht ueber die Stadt und die Umgebung. Der Hausberg von Holguin kann man ueber eine Treppe mit 450 Tritten erklimmen. Diese Herausforderug lass ich mir nicht entgehen und bin dann froh, als eine Wolkendecke die Sonne versteckt hat. Es ist wieder einer dieser Tage, wo das Thermometer keine obere Grenze kennt. Holguin selber ist bekannt als Stadt der Paerke. Es stimmt, in dieser Stadt gibt so viele Paerke wie sonst in keiner anderen Stadt die ich gesehen habe. Fuer 2 Tage habe ich eine Privatchauffeur. Christian ist der Sohn von Mary Lou und er besizt ein Olds mobile. Das Vergnuegen mit diesem Oldtimer durch die Gegend zu fahren lass ich mir nicht entgehen. Ich darf mich sogar selber ans Steuer setzen...... auf dem Parkplatz. Die schoenen Straende habe ich nicht gesehen, dafuer weiss ich wohin mich meine Reise fuehrt.

 

Ciego de Avila14.07. -16.07.2015

In Cancun habe ich Marylin und ihren Mann Bill kennengelernt. Wir verabreden, dass ich mich bei ihnen melde und wir versuchen werden uns zu treffen. Sie wohnt in einem kleinen Dorf namens Venezuela und das ist ca. 20 min von Ciego entfernt. Sie laedt mich ein einen Ausflug mit ihrer Familie zu machen. Bis jetzt war mein Kontakt zu den Kubanern eher verhalten, doch es war eine neue Erfahrung in die Familie aufgenommen zu werden. Es ist ein kommen und gehen und alle helfen mit bei den Vorbereitung fuer den Ausflug zum Strand. Ich werde kurzerhand im Haus der Tante einquartiert und Sie uebernachtet bei einem anderen Familienmitglied. Das schoenste Geschenk das mir Kuba gemacht hat und auch das einzige, kam von der Hauskatze. In der Nacht hat sie sich in mein Bett geschlichen und hat es sich bei mir gemuetlich gemacht. Nach einer Weile ist sie aufgestanden und hat mir ihre 4 Tage alten Babys gebracht. Ich konnte sie streicheln und wir haben alle zusammen die Nacht verbracht. Am Morgen als die Familie kam, waren sie alle ganz erstaunt was passiert war, den niemand hat die Babys zuvor zu gesicht bekommen.

Am Morgenfrueh geht es los und sobald der Traktor mit Anhaenger bereit steht wird alles eingeladen und die Reise kann beginnen. Wir tukern ca. 1 Stunde durch die Gegend und wie es Kubatradition ist, wird schon die erste Flasche Rum herum gereicht. Die Stimmung ist ausgelassen und ich freue mich an diesem Tag dabei sein zu duerfen. Das Feuer wird entfacht und das Mittagessen wird vorbereitet.  Doch bis der Gemuese mit Schweinskopf Eintopf fertig ist geht es noch ein paar Stunden. So verbringen wir die meiste Zeit im lauwarmen Meer und die Rumflasche macht wieder die Runde. Im laufe des Nachmittages wird dann wieder alles eingepackt und es geht auf gleichem Wege wieder Richtung Venezuela. Die dunklen Wolken am Himmel versprechen nichts gutes und schon bald darauf fahren wir in ein heftiges Gewitter. Was allerdings weniger lustig war, den mit dem Regen und dem starken Wind wurde es ungemuetlich kalt auf dem Anhaenger. Wieder zu Hause gab es leider wegen Stromausfall auch keine Warme Dusche.

Der Abschied von Maylin und ihrer Familie faellt mir sehr schwer und ich bin ihr so dankbar das sie mich in den Kreis ihrer Familie aufgenommen hat.

 

Havana 17.07. -19.07.2015

Oski freut sich auf unser wiedersehen und ich bin erleichtert das er die letzten Tage ein sicheres und trockenes Plaetzchen hatte. Meine Stunden in Kuba sind gezaehlt und ich freue mich auf meinen Weiterflug nach Costa Rica. Der letzte Tag in Kuba hat mich und mein Nervenkostum auf eine harte Probe gestellt und ich war sehr erleichtert als der Flieger mit 12 Std. verspaetung endlich in der Luft war.

 

Abschliessend kann ich sagen hatte ich eine gute Zeit in Kuba, solage keine Kubaner infolviert waren. Die Familie von Maylin ausgeschlossen. Ich kann fuer mich sagen, einmal Kuba nie mehr Kuba. Die Leute sind arrogant und das einzige was sie interessiert, ist wie bekomme ich am schnellsten das meiste Geld aus den Touristen. Dieses Verhalten hat mich sehr geschockt und macht mich sehr traurig. Also wer sich fuer eine Reise nach Kuba entscheidest, sollte wissen, das der Kubaner dir mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Hosen auszieht, bevor du ueberhaupt gemerkt hast, dass du welche an hast.