Santa Monica 20.02. - 23.02.15

Oski und ich sind am 20.02. um 19.15 in Auckland gestartet und am 20.02. um 10.30 in L.A. gelandet. Jetzt hincke ich der Zeit wieder hinter her. Mit dem Taxi ging es dann weiter nach Santa Monica. Ich dachte eigentlich das sei ein Stadtteil von L.A. aber das stimmt so nicht ganz. Santa Monica ist eine eigene Stadt die angrenzend zu L.A liegt. Nach dem Zimmerbezug und einer Siesta bin ich los gezogen um meine neue Umgebung zu erkunden. Im Supermarkt muss man sich zuerst mal durch alle Regale arbeiten um zu finden wo nach man den Lust hat. Wieder auf der Strasse sehe ich allerlei Strassenmusikanten, Harichrischna Anhänger  und vor allem viele Obdachlose. Das ist etwas was man in Neuseeland nicht sieht. Ich muss mich zuerst an das neue Stadtbild gewöhnen .Ich fühle mich zum ersten mal seit beginn meiner Reise nicht ganz wohl in meiner Umgebung. Bei Tageslicht und einer Erholsamen Nacht begebe ich mich auf eine Sightseeing Tour durch L.A. Da erfährt man wo die Promis in die Schule gingen, in welchem Läden sie Wein gekauft haben, zu beginn ihrer Karriere und wieso der Name Beverly Hills geschützt ist. Ich habe Glück und ich kann einen Blick auf den roten Teppich von der Oskarverleihung werfen. Die Stars kommen erst am Sonntag und da ist die Stadt wegen des Anlasses grossräumig gesperrt. Dies kann mich nicht davon abhalten während der Oskarverleihung in der zweiten Reihe zu sitzen, wir schauen uns das ganze Live in der in der Jugendherberge an. So verbringe ich den zweiten Tag meines Besuches in Santa Monica und bin erstaunt was die Stadt alles zu bieten hat. Es gibt ein paar schöne Einkaufsstrassen und natürlich den Pier, bekannt aus dem Film Forest Gump mit Tom Hanks (habe aufgepasst bei der Stadtführung.....). Am Abend und speziell bei Sonnenuntergang ist der Strand und das Pier stark besucht. Heute habe ich Oski von seiner Verschönerungskur abgeholt und jetzt ist er breit für die nächsten Etappen. Morgen geht es dann endlich los Richtung San Diego.  

 

Santa Monica 24.02.15

An Tagen wie heute ist das gute am alleine Reisen die Flexibilität. Als ich aufgewacht bin dachte ich, wo sind meine Spannsets für mein Gepäck, die sind nicht mehr am Gepäckträger von Oski? Mein neu erworbenes Tablet hat gestern auch nicht so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe, was mache ich ........fahr ich weiter oder bleibe noch einen Tag? Ich habe mich für zweiters entschieden. Nach dem Frühstück bin ich also zu dem Velohändler gelaufen und habe gefragt wo den meine Spannsets sind? Lange Rede kurzer Sinn, natürlich weg. So habe ich Ersatz erhalten und er meinte, er werde mir die neu bestellten Teile nachsenden nach San Diego. Da bin ich ja gespannt ob das klappt. 

Danach weiter mit dem Bus quer durch die Stadt zu meinem Tablet Händler. Dieser war sehr erstaunt mich wieder zu sehen, aber hat sich meinem Problem angenommen. Offensichtlich lag es nicht an mir, das ich keine Photos hochladen konnte, sondern am Tab, das diese Funktion gar nicht unterstützt. Wir haben alles getauscht und bei meinem neuen Tab alle Funktionen getestet, ob das den nun wirklich klappt. Ich habe heute noch ein paar Bilder von Neuseeland kopiert und man staune, sogar ich schaffe das wenn alles funktioniert. So war mein zusätzliche Tag in Santa Monica eine gute Idee und morgen kann ich beruhigt in die Pedalen treten Richtung San Diego.

 

Santa Monica - Huntington Beach 25.02.15

Heute morgen habe ich meine sieben Sachen gepackt und dabei habe ich meine verloren gegangenen Spannsets wieder gefunden. So habe ich als erstes einen kleinen Umweg zu Oskis Velohändler gemacht um mich bei ihm für die Umtriebe zu entschuldigen.  Nachdem das erledigt war ging es direkt an die Beach und da immer Richtung Süden. Zuerst war es einfach den Weg zu finden, doch irgendwann fand ich mich mitten im Verkehr wieder und kein Strassenschild das einem sagt wo man hin fahren muss. Ich habe mich einfach durch gefragt und da war er wieder der Fahrradweg. Unterwegs habe ich dann mit Judi und Bill bekanntschaft gemacht und bin mit ihnen bis nach Torrance gefahren.  Da haben sich unsere Wege wieder getrennt, dafür haben sie mir erklärt wie ich am besten zum Pacific Coast Highway komme, der mich direkt zu meinem heutigen Ziel führt.  Der Verkehr ist nicht weniger als in Neuseeland, aber was definitiv ändert sind all die  Mc Donalds, Kentuckys, Taccos und Starbucks die die Strassen zupflastern. Das gute daran ist, man kann den Durst löschen und direkt auf Maps nachschauen wo man ist und wie weit es noch bis zum Ziel ist. Dies ist seit Anfang Februar die erste Etappe die ich zurücklege und ich bin sehr froh das mein Fuss wieder seinen Dienst angereten hat. So bin ich ohne Probleme in Huntington Beach eingetroffen, welche in der Hauptsaison als Surfer Paradise bekannt ist. Ein schöner Fahradweg führt entlang der Beach und das schöne Wetter verleit zu einem Bad im Pacific, doch das überlasse ich den andern, weil das Wasser viel zu kalt ist für mich. 

 

Huntington Beach - Oceanside 26.02.15

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei Rubys auf dem Pier von Huntington bin ich zu meiner heutigen Etappe aufgebrochen. Zuerst der Beach folgend und dann bis nach San Clemente wieder auf dem vielbefahrenen Pacifc Coast Highway. Das gute ist, es gibt fast auf der ganzen Strecke einen Fahrradsrreifen. Ganz alleine für mich, da ich bis auf wenige Ausnahmen alleine unterwegs bin. In San Clemente habe ich trotz Streifen genug vom Verkehr und ich weiche auf den alternativen Fahrradweg aus. Dieser endet aber mitten im nirgendwo wegen einer Baustelle. Da stehe ich nun und weiss nicht was ich jetzt machen soll und da treffe ich auf Gjoko. Wir beratschlagen gemeinsam was wir machen sollen und beschliessen einfach weiterzufahren. Wie sich heraus stellt spricht er perfekt Schweizerdeutsch und  es macht richtig Spass sich mit ihm zu unterhalten. Wir fahren gemeinsam bis zum Camp

 Penleton und da trennen sich unsere wege wieder. Er muss wieder zurück und ich habe noch einige Kilometer vor mir bis zu meinem Etappenziel.  Mein Hotel für diese Nacht ist zu Fuss nur 3 min von Hafen entfernt und so mache ich mich auf den Weg um beim Italiener mein wohlverdientes Abendessen zu geniessen. 

 

Oceanside - San Diego 27.02.15

Ich bin heute morgen voller tatendrang aufgestanden und habe schon nach 2 Schritten gemerkt, dass meine Beine die gestriege Etappe noch nicht verdaut haben. An der Rezeption vom Hotel habe ich erfahren das es einen Fahrradweg nach San Diego gibt. So habe ich Oski beladen und wir sind los gefahren. Doch schon nach ein paar Meter war wieder Schluss mit Weg und Schildern und ich bin wieder auf's Gratwohl da entlang gefahren wo meiner Meinung nach der Weg sein sollte. Am Bahnhof von Oceanside bekam ich die Auskunft das die Strecke nur auf dem Pacifik Coast Highway zu fahren ist und da drauf hatte ich wirkich keine Lust. Ich wollte aber auch nicht zwei Stunden auf den nächsten Zug warten und so habe ich in den sauren Apfel gebissen und bin weitergefahren. Ein paar Strassen nach dem Bahnhof habe ich wieder einmal einen Velofahrer nach dem Weg gefragt, da Fussgänger selten bescheid wissen. Er hat sich bereit erklärt mir den Weg zu zeigen und dann ist er in seinem Tempo vorgefahren. Ich habe mir alle mühe gegeben, aber nach der zweiten Ampel war er weg und mit ihm auch meine motivation. In Carlsbad bin ich dann definitiv in den Zug gestiegen und eine Stunde später im Herzen der Stadt angekommen. Morgen sehe ich dann was die Stadt alles zu bieten hat.

 

San Diego 28.02. - 02.03.15

Ich bin für 3 Tage in der Stadt und wie sich heraus stellt kann man hier einige Sachen unternehmen. Am ersten Tag war es trotz schlechter Wetterprognose ein sehr schöner Tag. Auf dem Program stand als erstes der Farmers market im Stadtteil Little Italy. Ich habe schon lange nicht mehr so viel frisches und schönes Gemüse gesehen wie da. Am liebsten hätte ich von allen Leckereien etwas probiert. Danach ging es in den Zoo von San Diego. Eine schöne Anlage mit einer Seilbahn die über den ganzen Zoo fährt. Alles hat mich ein bisschen an Zürich erinnert. Der Zoo baut gerade ein grosses Elefantengehege und eine Art Wildpark, fertig im Jahr 2017. Ein guter Grund noch einmal zu kommen. Mein interesse galt den Pandabären. Leider war das interesse nur einseitig und die Bären haben meinen Auftritt verschlafen. Nur einer hat seine photogene Seite ausgelebt und sein bestes gegeben. Er ist wie auf dem Laufsteg über den Baumstrunk gelaufen und hat dabei immer mal rechts mal links geschaut und immer schön in die Kamera gelächelt. Am Abend  haben wir uns noch ins Getümmel gestürtzt. Die Strassen und Restaurants waren bis auf den letzten Platz belegt. Am zweiten Tag war dann auch der Regen in San Diego angekommen. So habe ich nicht all zu viel gemacht und bin mit dem Zug nach Encinitas gefahren. Ein kleines Städtchen etwas ausserhalb von der City mit einem schönen Strand. Heute war meine to do Liste auch wieder gut gefüllt. Zuerst wollte ich mit der Fähre nach Coronado fahren,  habe mich dann spontan umentschieden und dafür eine Whalewatching Tour gemacht.  Wir hatten Glück und wir haben 2 Blauwale gesehen und etwas 4 Wale erahnt wo sie waren. Leider war keiner der Wale in Photoshooting Stimmung und so gibt es keine Photos für die daheim gebliebenen.  Den späteren Nachmittag habe  ich noch genutzt um in den Balboa Park zu gehen. Eine wunderschön angelegte Parkanlage mit ganz viel verschiedenen Museen und Gärten. Ein Besuch lohnt sich immer, doch eindrucksvoll ist es sicher wenn im Japanischen Garten die Kirschbäume blühen oder wenn die Kakteen in Blüte sind. Dafür bin ich zwei Monate zu früh hier, noch ein Grund mehr noch einmal nach San Diego zu kommen.

 

Die Reise geht weiter in Mexico.............